Gegen Diskriminierung von Muslimen
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Direkt in den Moscheen will eine neue Berliner Initiative gegen die Diskriminierung von Muslimen Beratungen anbieten. Eigens geschulte Mitarbeiter und Juristen solle Muslime dabei unterstützen, sich gegen Anfeindungen zu wehren. «Es geht um die Stärkung der Grundrechte», sagte Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) am Mittwoch in Berlin über das Projekt. Häufig wüssten Muslime gar nicht, dass Diskriminierung gesetzlich verboten ist. In den kommenden Wochen sollen die Berater in zweitägigen Schulungen ausgebildet werden. Ziel sei es, langfristig einen Ansprechpartner für jede Moschee zu haben.
Das Projekt läuft seit August und ist zunächst für anderthalb Jahre befristet. An ersten Veranstaltungen in Moscheen und Vereinen nahmen rund 570 Muslime teil, berichteten die Initiatoren. Derzeit würden 115 Fragebögen ausgewertet, in denen Betroffene berichten, wo und weswegen sie diskriminiert wurden. «Junge Mädchen schildern häufig, welche Probleme sie haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen», sagte Projektleiterin Lydia Nofal. Oft würden sie hören: «Mit Kopftuch bekommst du diese Stelle nicht.»
Muslime werden bei Bedarf auch juristisch beraten. Das «Netzwerk gegen Diskriminierung von Muslimen» ist eine Kooperation zwischen dem Türkischen Bund und dem muslimischen Verein Inssan in Berlin. Es wird vom Land mit insgesamt 60 000 Euro finanziert. Weitere 35 000 Euro kommen von der Open Society Foundation in London.
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