"Soma"-Ausstellung
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Zwölf Rentiere, vierundzwanzig Kanarienvögel, acht Mäuse und zwei Fliegen - das sind die Hauptfiguren einer Ausstellung, die der deutsche Objektkünstler Carsten Höller im Hamburger Bahnhof in Berlin zeigt. Der 48-Jährige verwandelt für die ungewöhnliche Schau die riesige Ausstellungshalle vom 5. November an in ein Labor.
In der Ausstellung mit dem Titel «Soma» geht Höller dem Mythos eines gleichnamigen uralten Wundertranks nach, der laut Überlieferung Zugang zu Glück und Unsterblichkeit verschafft. Dafür wird die 1250 Quadratmeter große Halle geteilt, die Tiere bevölkern je zur Hälfte die beiden Seiten. «Der Fantasie des Betrachters bleibt es überlassen, mögliche Unterschiede zwischen den Feldern festzustellen», sagt Kittelmann. «Das ist der Zauber der Installation.» Singen die Vögel im linken Feld anders als im rechten? Verhalten sich die Rentiere unterschiedlich? Was könnte der Grund sein?
Der besondere Clou: Auf einer Plattform über dem Versuchsfeld gibt es ein von Höller gestaltetes «schwebendes Hotelzimmer». Gäste können es für eine Nacht buchen, um allein oder zu zweit tief in die Welt des «Soma» einzutauchen. Auch die übrige Sammlung des Hamburger Bahnhofs steht den Betrachtern ungestört zu Verfügung. Kostenpunkt: 1000 Euro pro Nacht. Wöchentlich wird eine Nacht kostenfrei verlost.
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