Für den Erhalt der Kudamm-Bühnen
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Schauspieler wie Jochen Busse, Edith Hancke und Klaus Sonnenschein haben für den Erhalt der beiden traditionsreichen Bühnen am Berliner Kudamm geworben. Sie riefen die Bürger des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf am Freitag dazu auf, möglichst zahlreich an dem Bürgerentscheid am 16. Januar teilzunehmen. Die historischen Theater dürften nicht für ein riesiges Shoppingcenter zerstört werden, warnte der Initiator der Aktion, Otfried Laur.
Der irische Investor Ballymoor will das Areal, zu dem das Theater und die Komödie am Kudamm gehören, in ein modernes Geschäftszentrum umwandeln. Nach den Plänen von Stararchitekt David Chipperfield soll es künftig nur noch ein Theater in einem Obergeschoss geben - nach langem Ringen allerdings mit einem direkten Zugang von der alten Westberliner Flaniermeile Kurfürstendamm. Dem Kompromiss hatte der Leiter der Kudamm-Bühnen zugestimmt.
Die Bürgerinitiative «Rettet die Kudammbühnen» hatte gegen die Pläne ein erfolgreiches Bürgerbegehren gestartet. 9500 Bürger sprachen sich im vergangenen Sommer für den Erhalt der beiden Theater aus. Nur 7138 Unterschriften wären nötig gewesen.
Der abschließende Bürgerentscheid am 16. Januar ist erfolgreich, wenn mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten im Bezirk teilnehmen und eine Mehrheit (50,1 Prozent) der Abstimmenden für den Erhalt votiert. Angesichts des großen Interesses in der Bevölkerung sei er sehr optimistisch, sagte Initiator Laur, der Chef des Berliner Theaterclubs ist.
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